Fett ist ein Energieträger. Pro Gramm enthält Fett 9,3 Kilokalorien (kcal), während Kohlenhydrate und Eiweiß pro Gramm nur 4,1 kcal enthalten. Das zeigt, dass Sie von Fetten nur wenig benötigen, um den Körper ausreichend zu versorgen. Chemisch betrachtet bestehen die meisten Fette aus Ketten an Fettsäuren. Es gibt gesättigte und ungesättigte Fettsäuren. Gesättigte Fettsäuren im Übermaß sind schlecht für die Gesundheit und erhöhen beispielsweise den Cholesterinspiegel. Ungesättigte Fettsäuren schützen hingegen Herz und Gefäße. Dazu gehören beispielsweise die berühmten Omega-3 und die Omega-6-Fettsäuren. Sie sind essenziell. Das bedeutet, der Körper kann sie nicht selbst herstellen. Fett hat im Körper viele wichtige Aufgaben. Es...
● ...versorgt den Körper mit essenziellen Fettsäuren. ● ...transportiert die fettlöslichen Vitamine A, D, E, K. ● ...transportiert Aromen und Geschmacksstoffe. ● ...versorgt den Körper mit Energie. ● ...speichert Energie. ● ...ist ein Baustein von Zellen und Nervengewebe. ● ...dient als Wärmeschutz. ● ...ist Schutzpolster für innere Organe wie Niere und Gehirn. Regelmäßig zu viel Fett essen, hat negative Folgen. Der Körper lagert das Fett nicht nur in den Speichern unter der Haut ein, sondern sucht sich andere Aufbewahrungsorte, zum Beispiel Bauchhöhle, Leber, Bauchspeicheldrüse, Herz- und Skelettmuskulatur. Da gehört eigentlich kein Fett hin. Mögliche Folgen: chronische Entzündungen, die im weiteren Verlauf zu Arteriosklerose, Diabetes oder Herz-Kreislauferkrankungen führen können. Wer jetzt im Umkehrschluss denkt, so wenig Fett wie möglich sei der richtige Weg zu Fitness und Gesundheit liegt falsch. Insbesondere das Fehlen von essenziellen Fettsäuren hat schlimme Folgen: ● Verminderte Lernfähigkeit ● Haarausfall ● Wachstumsverzögerung ● Unfruchtbarkeit ● Vermindertes Sehvermögen ● Schwaches Immunsystem ● Nieren- und Leberschäden ● Schlechte Wundheilung ● Neurologische Störungen Isst man dauerhaft viel zu wenig oder gar kein Fett, zum Beispiel im Rahmen einer Diät oder Fastenperiode, wird zunächst das Depotfett aufgebraucht. Die Aufnahme von fettlöslichen Vitaminen leidet, und es kann zu einem Vitaminmangel kommen. Vielleicht frieren Sie auch vermehrt, weil die Isolationsschicht fehlt. Daher ist es wichtig, Fett bewusst auszuwählen und auf eine ausgewogene Zusammensetzung aus tierischen und pflanzlichen Fetten sowie auf eine ausreichende Versorgung mit Omega 3 und Omega 6 Fettsäuren zu achten. Schwerpunkt auf hochwertige, kaltgepresste Pflanzenöle setzen. Streuen von Samen und Nüsse über das Essen und verzehr von Käse, Fleisch und Wurst nur in Maßen. Wer sich mit wenig Fett ernähren möchte, sollte außerdem Garmethoden wie beispielsweise Kochen, Dämpfen oder Grillen dem Braten vorziehen.
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