Atemübungen und dann Kraftzuwachs ?

#1 von jbaudach , 13.01.2020 15:08

Als Beginn das Thema Meditaion zu lehren empfehle ich das kontrollieren / beobachten des Atems.
Merke wie der Atem in den Körper hinein-/und herausströmt.
Yogakurse - die Schüler bewegen sich imRhytmus des Atems.
Gebe dir dich einmal selber die Aufgabe den Atem anzuhalten bis es nicht mehr geht und noch ein wenig darüber hinaus.
Der Atemreflex ist nicht direkt an Sauerstoffgehalt des Blutes gekoppelt.

Atmen ist ein Prozess, der aus zwei Teilen besteht
1.Einatmen Sauerstoff wird in die Lunge transportiert
2.Ausatmen um Kohlendioxid (CO²) auszustoßen.

Wenn das Gehirn merkt das zuviel CO² im Blutkreislauf befindet, verengt sich die Brust, man sieht verschwommen und so ziemlich jeder Muskel zwischen Bauch und Stirn zieht sich zusammen. Wollen wir diesen Prozess mit Worten beschreiben dann sagen wir das wir Luft holen müssen.
Aber aus phisiologischer Ebene will der Körper einfach CO² loswerden. Das hört sich wiedersprüchlich an aber lässt sich leicht überprüfen.
Nehme einen tiefen Atemzug und halte die Luft an, bis der Drank versprürt wird, wieder Luft zu holen.
Atme ein wenig aus. Mit weniger CO² in der Lunge wird Du feststellen das Du den Atem noch etwas länger anhalten kannst.
Das liegt daran weil ein potenziell giftiges Abfallprodukt aus dem Körper ausgeschiedet wurde und das Nervensystem die Alarmglocken ausgeschaltet hat.
Mit diesem simplen Trick lässt sich das Nervensystem überlisten länger die Luft anzuhalten und Trainingstechniken zum Atem zu erlernen, um das autonome Nervensystem für bewusste Kontrolle zu öffnen.


Einfach mal die Luft anhalten - wo stehen wir im Moment ? Nehme einen tiefen Atemzug, starte die Stoppuhr, umzu sehen wie lange die Luft angehalten werden kann. Die meisten Personen kommen ohne große Übung auf 30-60 Sekunden.
Und wenn wir schon beim testen sind, wieviel Liegestütze schaffen wir ?
Schreibe dir die Daten aus - wie lange kann die Luft angehalten werden - wieviel Liegestütze schaffe ich.

Bereitet dich vor um CO² auszuscheiden. Setze dich auf den Boden und atme 30x schnell ein /-ausatmen.Jedes einatmen sollte etwa 1 Sekunden andauern, aber forciere nicht das ausatmen. Lass die Lust natürlich herausströmen. Das Atmen soll sich so anhören als wären wir miten in einem Sprint und müssen gleich das Tempo drosseln. Man wird sich dann schnell schwindelig fühlen, vielleich auch ein kribbeln in den Händen und Füßen.
Oder aber es wird dir kalt, die Ohren klingeln. Nach 30 Atemzügen hat sich der Sauerstoffgehalt im Blut drastisch erhöht und ein Großteil des CO² Anteil wurde aus dem Körper ausgeschieden. Beende nun das Hyperventilation mit einem tiefen Atemzug und halte mit geblähtem Brustkorb die Luft an.
Stoppe die Zeit um zu sehen wie lange es dauert bis der Atemreflex einsetzt.
Halte die Luft so lange wie möglich an und spanne die Muskeln in Brust, Armen und Beinen an.
Wenn es nicht mehr ausghalten werden kann lasse die Luft langsam aus der Lunge heraus.
Beim ersten mal wird man noch keine größere Veränderungen über die Dauer des anhaltenden Atems erzielen, aber es wird kommen bei einer Regelmässigkeit. Man wird überrascht sein wie körperlich anstrengend der Atem sein kann.
Die Muskeln rund um das Zwerchfell werden selten trainiert und wird eine Weile dauern diese aufzubauen.
Viele erleben aber eine drastische Verbesserung der Zeit, die Luft anzuhalten.

Und jetzt kommt der coole Teil - erinnert Du dich noch an die Liegestütze. Beginne einen weiteren Zyklus von 40 Atemzügen. Bei den letzten 10 Atemzügen etwas schneller. Dann mache noch eine Atemzug drehe dich um und mache die Liegestütze. Versuche an nichts anderes zu denken ausser an die Anzahl der Liegestütze. Du wirst feststellen das die Liegestütze leichter geworden sind, und wir werden auch mehr schaffen als im Ausgangszustand.
Und das ohne einen Atemzug währenddessen. Das funktioniert nahezu mit jeder Art von Kraftraining - Klimmzüge, Sit Ups, Gewichtheben.

Aber es gibt auch Nachteile. Es ist ganz normal wenn man sich ein wenig schwendilig fühlt, das Hände und Füße kalt werden, anfangen zu kribbeln.
Ein Anzeichen für vermerkte Blutzirkulation. Der Körper wird buchstäblich high wegen des Sauerstoffüberschusses und die ständige Zirkulation von der Luft in der Lunge kühlt das Blut. Es kann, ist zwar selten, vorkommen das man ohnmächtig wird bei der Hyperventilation oder beim Luftanhalten.
Ohnmächtig zu werden, während man die Luft anhält und die Lunge prall gefüllt ist, kann ein wenig häufiger vorkommen.
Wenn man bewusstlos wird der Körper innerhalb einer Minute wieder aufwachen.


 
jbaudach
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zuletzt bearbeitet 13.01.2020 | Top

   

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